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Förderverein Walmebad zum Sparkonzept - WLZ v. 22.05.04
von: richard
am: 22.05.04, 11:37
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WLZ vom 22.05.04, Lokales
Förderverein Walmebad Rhoden bezweifelt Angaben der Bürgerinitiative für Sanierung des Wrexer Bades
Sparvariante für das Freibad viel zu klein
DIEMELSTADT-RHODEN (r). Der Förderverein Walmebad äußert sich verwundert über die Vorgehensweise der Initiatoren des Bürgerbegehrens für die Sanierung des Wrexer Freibads. ?Erst einen Monat vor dem Bürgerentscheid wurde in einem kleinen erlesenen Kreis über ein abgespecktes Sanierungskonzept informiert?, merkt dazu der Vorstand des Fördervereins an. Hiernach sollen die Kosten von 1,2 Millionen auf 1,028 Millionen Euro gesenkt werden (wir berichteten).
Nicht einmal das Parlament solle offenbar hieran beteiligt werden. Das Bürgerbegehren laufe aber bereits seit Monaten, die Abstimmung des Parlamentes liege ebenfalls weit zurück. Nach Aussage in den Unterschriftenlisten erfordere "der derzeitige bauliche Zustand des Bades in absehbarer Zukunft keine größeren baulichen Reparaturen", somit müssten "die Sanierungsarbeiten nicht sofort beginnen". Vorstandssprecher Oliver Klaus: Wozu also die ganze Aufregung? Absehbare Zukunft bedeutet etwa in den nächsten zehn Jahren. Warum soll also jetzt ohne Not saniert werden??
Wenn die Heizungs- und Filteranlage intakt sei, warum werde dann eine Beckenreduzierung auf 398 Quadratmeter vorgenommen, wenn ein funktionierendes Bad mit 698 qm existiere.
Der Förderverein weist zudem auf die prekäre Haushaltssituation der Diemelstadt hin, darauf, dass beispielsweise 1,6 Millionen Euro in diesem Jahr allein für Regenwasserrückhaltebecken ausgegeben werden müssen.
Auch angesichts der im Haushaltsplan erkennbaren Schuldenentwicklung der nächsten Jahre sei es unverantwortlich, wenn man so tue, als könne man "ganz locker so einmal eine gute Million zusätzlicher Schulden" den Bürgern aufbürden.
Des Weiteren stelle sich die Frage, wie die Attraktivität eines Bades gesteigert werden solle, wenn die Wasserfläche für mehr Besucher auch noch verkleinert werde.
Die Erfahrungen lehrten, dass Baumaßnahmen sehr oft mit kleineren Summen begonnen würden und es im Laufe der Umsetzung von solchen Projekten zu Kostensteigerungen komme, weil "man nun schon mal dran ist". Und dann werde nachfinanziert, da man ja nicht "auf halbem Wege stehen bleiben kann".
Die nun vorliegende abgespeckte Version sehe ein Becken von 20 mal 20 Metern (inklusive Sprungturm, Wasserrutsche und Eingangsbereich) vor. Klaus: "Wo kann man dann noch schwimmen? Wo ist die Diemelstädter Lösung", also die erweiterte Fassung des Bades auf einer Fläche von 540 qm, die von allen Beteiligten im Vorfeld gefordert wurde, wenn es nur noch ein Bad geben wird??
Mit der nun vorliegenden Planung könnten nur noch die Initiatoren des Bürgerentscheides schwimmen gehen, mehr passten dann nicht mehr ins Bad. Die Bewohner der umliegenden Orte müssten dann nach Volkmarsen oder Vasbeck fahren.
Es stelle sich also die Frage, auf welcher sachlichen Grundlage die Initiatoren das Bürgerbegehren begonnen haben. Sie hätten unlängst dem Förderverein vorgeworfen, er habe nur den Blick für Rhoden, nicht aber für Diemelstadt. Klaus: ?Wir sind der Auffassung, dass, wie die zuletzt berichteten Tatsachen zeigen, ganz klar eine Politik zu Gunsten von Wrexen betrieben wird, jedoch nicht zum Wohle der Diemelstadt?