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Programm Berlin 2009 - dagewesen
von: redaktion
am: 18.06.09, 10:41
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Musik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Die diesjährige Mehrtagesfahrt des Posaunenchores Rhoden führte in die Bundeshauptstadt Berlin. Die 14 köpfige Gruppe mit ihrem Chorleiter Oliver Klaus besichtigte natürlich bei einem Stadtrundgang die zentralen Attraktionen der Metropole wie das Brandenburger Tor, die Siegessäule, den Berliner Dom, den Reichstag, den ehemaligen Mauerverlauf, das Stelenfeld - Denkmal für die Holocaustopfer sowie die neuerrichteten sehenswerten Gebäude des Sony-Centers oder des Europa-Centers am Potsdamer Platz.
Die Musiker frischten ihre Geschichtekenntnisse auf, indem sie sich genauer über die Situation Berlins zwischen 1949 und 1990 informierten. Dies geschah zum Einen durch die Ausstellung „The story of Berlin" und zum Anderen durch Besuche des DDR-Museums, des ehemaligen Checkpoint Charlies sowie der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Gerade letztere gab einen erschütternden Einblick in die Herrschaftspraxis der SED-Diktatur, da die Führungen ausschließlich von ehemaligen Häftlingen geleitet werden, die ihre persönliche Geschichte mit allgemeinen Informationen zur Haftanstalt vermischten. Für alle Besucher unvorstellbar waren sowohl die Haftbedingungen als auch die Methoden des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit und schnell war klar, dass auch dieses Kapitel deutscher Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf.
Selbstverständlich gehörten auch die Klassiker wie das Schloß Charlottenburg und der Reichstag zur Besichtigungstour dazu. Dadurch, dass Bernd Siebert, Mitglied des Bundestages, einen gesonderten Führungstermin für die Rhoder ermöglichte, konnten die Musiker ohne Wartezeit die Besichtigung des Gebäudes sowie der Reichstagskuppel vornehmen. Hier hatten die Bläser einen imposanten Ausblick über Berlin.
Musikalisch gab es ebenfalls ein Bonbon der Extraklasse für den Posaunenchor: durch die frühe Kontaktaufnahme zur Kirchenleitung konnten die Musiker in der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche den Gottesdienst mitgestalten! Die Kirche, aus über 11000 kleinen gestalteten Fenstern mit bläulichem Schein ausgeleuchtet, war als solche schon eine Attraktion für die Waldecker, so sind hier in unserer Gegend solche Bauten doch eher selten anzutreffen. Das Zusammenwirken mit dem ehemaligen Kirchenmusikdirektor Herrn Christian Schlicke empfanden die Musiker als hervorragend. Neben der Begleitung der Lieder untermalte der Posaunenchor das Abendmahl und eröffnete den Gottesdienst mit einem Instrumentalstück. Musikalisch vorbereiten konnten sich die Posaunenspieler bei einem spontanen Ständchen im Intercity zwischen Erfurt und Berlin, was zur allgemeinen Erheiterung im Wagen 7 beitrug. Volkslieder und die „Waldecker Nationalhymne" gehörten zu diesem Ständchen dazu. Selbst das Zugpersonal lauschte den Klängen des Chores und fertigte Bilder von dieser ungewöhnlichen Zugfahrt an.
In den nächsten Wochen steht für den Posaunenchor noch einiges an: die Feierlichkeiten zum 75jährigen Bestehen des Walmbades, zum 75jährigen Bestehen der Landeskirche stehen auf dem Programm, zudem gilt es, bei den Gottesdiensten zum Johannistag und der Eröffnung „10 Jahre Historisches Ortsbild" mitzuwirken.
Gleichzeitig wurde ein neuer Ausbildungskurs für Jungbläser begonnen, bei dem sich 5 junge Menschen für die Bläsermusik interessieren und ein Instrument erlernen möchten. Weitere Interessenten sind jederzeit willkommen.
Bilder gibt es im Fotoalbum
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